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Der ETC-Kurs

Der Europäische Trauma-Kurs

Drei Tage, in denen Teams die Erstversorgung kritisch verletzter Patientinnen und Patienten gemeinsam trainieren — strukturiert, realitätsnah und nach dem international standardisierten ETC-Curriculum.

Nahaufnahme einer Simulationspuppe mit Halskrause und Sauerstoffmaske, umgeben vom Team in Schutzkleidung.

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Das Kurskonzept

Im Mittelpunkt des ETC steht das Traumateam, nicht die einzelne Behandlerin oder der einzelne Behandler. In realitätsnahen Szenarien trainieren die Teilnehmenden die strukturierte Beurteilung und Versorgung in den ersten, entscheidenden Minuten — von der Übergabe über die Priorisierung lebensrettender Maßnahmen bis zur Entscheidung über die weitere Versorgung.

Kein ETC-Kurs überschreitet ein Verhältnis von zwei Teilnehmenden pro Instruktor:in. Nach jedem Szenario folgt ein strukturiertes Debriefing: Was hat das Team gesehen, entschieden, kommuniziert — und was nimmt jede und jeder in den eigenen Dienst mit?

Debriefing-Runde: Teilnehmende und Instruktor:innen sitzen im Kreis und besprechen ein Szenario.

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Das Curriculum

Das Programm folgt dem internationalen ETC-Standard und verbindet Skill-Stationen, Workshops und Teamszenarien.

  1. Primary Survey

    strukturierte Erstbeurteilung nach dem ABCDE-Schema

  2. Atemweg

    Atemwegsmanagement bei Traumapatientinnen und -patienten

  3. Schock

    Schockmanagement und Blutungskontrolle

  4. Thoraxtrauma

    Erkennen und Behandeln lebensbedrohlicher Verletzungen

  5. Schädel-Hirn-Trauma

    Neuroprotektion von Anfang an

  6. Kommunikation

    Teamkommunikation und strukturierte Übergabe

  7. Human Factors

    Crisis Resource Management unter Druck

  8. Simulation

    realitätsnahe Szenarien im ganzen Team

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Das Kursformat

Am dritten Tag zeigen die Teilnehmenden im Team-Leader-Assessment, dass sie ein Traumateam sicher führen. Das englischsprachige Kursmanual zur Vorbereitung steht vor dem Kurs im geschützten Kursbereich bereit.

3 Tage

Skill-Stationen, Workshops und Teamszenarien; am dritten Tag das Team-Leader-Assessment.

12 | 24

Teilnehmende je Kurs — mit drei beziehungsweise sechs Übungsräumen.

2 : 1

höchstens zwei Teilnehmende pro Instruktor:in, oft nahezu 1 : 1.

DFP

Fortbildungspunkte für österreichische Ärztinnen und Ärzte über die Akademie der Ärzte.

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Zielgruppe

Medizinisches Fachpersonal, das kritisch verletzte Patientinnen und Patienten versorgt oder die eigenen Kompetenzen im Traumamanagement erweitern möchte.

  • Ärztinnen und Ärzte der Akut- und Notfallmedizin
  • Anästhesie- und Intensivteams
  • Chirurgie und Unfallchirurgie
  • Notfall- und Intensivpflege
  • Präklinische Notfallteams

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Zertifizierung und Anerkennung

Der Europäische Trauma-Kurs wird vom European Resuscitation Council (ERC), der European Society of Anaesthesiology and Intensive Care (ESAIC), der European Society for Emergency Medicine (EuSEM) und der European Society for Trauma and Emergency Surgery (ESTES) getragen. Wer den Kurs erfolgreich abschließt, erhält ein international anerkanntes Zertifikat dieser Fachgesellschaften.

Im Weißbuch der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wird der ETC im Rahmen der Traumazentrum-Zertifizierung empfohlen. Für österreichische Ärztinnen und Ärzte werden DFP-Punkte über die Akademie der Ärzte vergeben.

Ein Team in Schutzkleidung arbeitet konzentriert am Atemweg einer Simulationspuppe.

Unter Druck klar bleiben.

Wer im Kurs gelernt hat, ruhig zu priorisieren und klar zu kommunizieren, tut es auch im Ernstfall.

Bereit für Ihren ETC?

Die Kurse finden als Inhouse-Kurse an österreichischen Krankenhäusern statt. Ist ein Termin ausgebucht, können Sie sich auf die Warteliste setzen lassen.